Arbeit & Leben mit KI

Wie ich mit
KI arbeite

Das hier ist kein Tutorial und kein Best-Practice-Handbuch. Es ist ein Einblick in das, was ich ausprobiert habe, was geblieben ist — und was ich dir empfehlen würde, wenn du heute anfängst.

Tim Bartel — Team Lead, Trusted Shops

Scroll

Early Adopter.
Seit Jahrzehnten.

Ich war schon online, bevor das WWW existierte. Ich habe bei Wikipedia mitgeschrieben, bei OpenStreetMap Straßen eingetragen, bei Wikia ein Team in Köln aufgebaut. Mein Reflex bei neuer Technologie ist immer derselbe: nicht drüber lesen, sondern reinspringen.

Bei KI war das nicht anders. Aber es war das erste Mal seit langer Zeit, dass mich etwas wirklich verblüfft hat. Nicht wegen der Demos — sondern weil ich gemerkt habe: Das ist kein Tool, das ich bediene. Das ist ein Gesprächspartner, der mitdenkt.

Die ersten Monate habe ich viel experimentiert und viel weggeworfen. Was übrig geblieben ist, läuft heute als System — lokal, plain text, kein Lock-in.

// Mein typischer Workflow

> Hey Claudi, ich brauche eine
  Marktanalyse fuer [Produkt X].

Claudi: Klar! Jonas recherchiert,
  Leyla schreibt den Report,
  Tobias macht den Aktionsplan.

// 15 Min spaeter: alles in my_inbox/
>

Mein KI-Team

8 spezialisierte Agenten, jeder mit eigenem Charakter, eigener Expertise — orchestriert von Claudia.

Claudia
Claudia
Orchestratorin
Koordination, Delegation, Ueberblick behalten
Amira
Amira
HR-Direktorin
Team-Aufbau, Agenten-Onboarding, Rollendefinition
Jonas
Jonas
Senior Researcher
Web-Recherche, Fakten-Checks, Tiefenanalysen
Leyla
Leyla
Writerin
Texte, E-Mails, Artikel, Social Media Posts
Tobias
Tobias
Planer
Projektplaene, Aufgaben-Breakdowns, Roadmaps
Sofia
Sofia
UX-Designerin
UX-Konzepte, User Journeys, Design-Feedback
Yusuf
Yusuf
Fullstack Engineer
Code, Architektur, Debugging, Tech-Beratung
Elena
Elena
Finance
Finanzen, Budgets, deutsches Steuerrecht

Was ich damit konkret mache

Keine Theorie, keine Demos — echte Workflows aus meinem Arbeitsalltag.

🔍

Recherche

Jonas recherchiert mit Quellenangaben, strukturiert, mit einem klaren Brief. Nicht "finde mir was über X", sondern "analysiere Y im Kontext von Z und sag mir, was ich wissen muss". Das spart mir jeden Tag Zeit.

Jonas · Research
✍️

Texte & Kommunikation

Leyla schreibt E-Mails, die ich nicht schreiben will. Ich schildere den Kontext, sie schreibt den Entwurf, ich passe fünf Wörter an. Für schwierige Nachrichten oder Stakeholder-Kommunikation ist das Gold wert.

Leyla · Writing
📋

Projektplanung

Tobias zerlegt Projekte in Tasks. Ich beschreibe, was ich vorhabe, er liefert eine Roadmap mit Abhängigkeiten. Besonders nützlich wenn ich einen groben Plan habe, aber noch nicht die Struktur dahinter.

Tobias · Planning
💻

Code & Automatisierung

Yusuf reviewed meine Skripte, erklärt Architektur-Entscheidungen und hilft beim Debugging. Mit Yusuf als Partner ist die Lücke zu "ich kann mir selbst kleine Tools bauen" deutlich kleiner geworden.

Yusuf · Engineering

KI im Privatleben

Was im Job funktioniert, funktioniert auch zu Hause. Hier ein paar Dinge, die ich privat mit KI mache.

Selfhosting

Mein Selfhosting-Setup läuft seit Jahren — aber KI hat es interessanter gemacht. Ich experimentiere damit, lokale Modelle in bestehende Workflows zu integrieren. Nicht weil Cloud-Dienste schlecht sind, sondern weil ich verstehen will, wie die Technologie tatsächlich funktioniert. Das ist mein Modus seit den BBS-Zeiten.

Science Fiction

Ich lese Sci-Fi — viel, und am liebsten The Expanse. Das klingt nach einem Hobby, ist aber ehrlich gesagt auch professionelle Weiterbildung: Gute Science-Fiction denkt technologische Entwicklungen konsequent zu Ende. Das hilft mehr als die meisten Trend-Reports.

Netzpolitik

Datenschutz, digitale Souveränität, wer eigentlich die Infrastruktur kontrolliert, auf der wir alle laufen — diese Fragen beschäftigen mich schon lange. Bei KI sind sie relevanter als je zuvor.

OpenStreetMap & Community

Ich habe den Aufbau von Wikipedia und OpenStreetMap mitunterstützt. Die Überzeugung dahinter ist dieselbe geblieben: Wissen gehört allen, und kollaborative Systeme sind stabiler als zentralisierte. Manche Dinge sind einfach gut und bleiben.

5 Learnings aus einem Jahr mit KI

1

Spezialisierung schlägt Generalismus

Ein Prompt für alles funktioniert. Ein durchdachtes Setup mit klaren Rollen funktioniert besser. Genau wie in echten Teams.

2

Der Kontext ist alles

KI ist so gut wie der Brief, den du gibst. Wer keine Zeit investiert, seinen Kontext zu beschreiben, bekommt generische Outputs. Das ist kein Problem von KI — das ist ein Briefing-Problem.

3

Lass deine Stimme drin

Texte, die ich mit KI schreibe, klingen nicht wie ich — bis ich sie anpasse. Diesen letzten Schritt nie weglassen. KI ist ein Entwurfspartner, kein Ghostwriter.

4

Lokal und plain text sind unterschätzt

Ich habe kein Interesse daran, in fünf Jahren meine Notizen bei einem Dienst zu verlieren, der sich "pivoted" hat. Markdown und SQLite altern gut.

5

Das Potenzial liegt nicht in den Demo-Cases

"KI schreibt deinen Lebenslauf" interessiert mich nicht. Was mich interessiert: KI als Denkpartner in komplexen Entscheidungen, als strukturierender Layer wenn mein Kopf voll ist. Das klingt unspektakulär — und ist der eigentliche Wert.